Am 30. März 2009 um 12:00 Uhr laden wir Sie zu einem Pressegespräch in das Haus der Natur, Lindenstraße 34 ein. Gemeinsam mit Olaf Riecke, dem Vorsitzenden des Wildpark e.V., möchten wir die nunmehr zusammengefasst vorliegenden Ergebnisse der Tagung "Welterbe und bürgerschaftliches Engagement" vorstellen, die auf Initiative von ARGUS im Oktober 2008 in Potsdam stattfand.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Diskussionen um die Pufferzonen zum Potsdamer Welterbe erscheint es ganz besonders erforderlich, auf wichtige Aspekte der Tagung im Herbst letzten Jahres aufmerksam zu machen.
Der Wert und die hohe Bedeutung der Kulturlandschaft für das öffentliche Bewusstsein, für das Gemeinwesen und die wirtschaftliche Entwicklung waren in den Vorträgen und Diskussionen der Welterbe-Tagung unstrittig. Dieser Konsens sollte unbedingt die Grundlage für die gegenwärtige öffentliche Diskussion um die Festlegung von Pufferzonen um das Welterbe sein.
Nicht umsonst wurde von Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka darauf hingewiesen, dass die Stadt Potsdam in hohem Maße wirtschaftlich von ihren Welterbestätten profitiert. Das bedingt zugleich, dass die Stadt auch Verantwortung für das Umfeld des Welterbes tragen muss.
Es sei daran erinnert, dass in jedem Vertragsstaat ein System der Überwachung des Zustandes des Welterbes erwartet wird, getragen von den lokalen Behörden. Bürgervereinigungen und Bürgerinitiativen wurden aus den Erfahrungen des Vertreters von ICOMOS eine nicht zu unterschätzende Bedeutung beigemessen. Das war mit der nachdrücklichen Empfehlung verbunden, bei flächenhaften Welterbestätten Gremien ins Leben zu rufen, die ein besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen von Planungen auf das Welterbe richten.
Der Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Stadt Potsdam und dem Land, vertreten durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, zu den Schutzzonen um das Welterbe ist von hoher Dringlichkeit. ARGUS wird gemeinsam mit engagierten Bürgern und Vereinen in und um Potsdam diesen Prozess und die Umsetzung einer künftigen Vereinbarung aufmerksam und kritisch begleiten.