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Retter fürs Pflaster – Workshop zu historischem Straßenbelag

  • 27. April 2009

Märkische Allgemeine Zeitung vom 27.04.2009

INNENSTADT Bei einem vom Bereich Grün- und Verkehrsflächen der Stadt veranstalteten öffentlichen Pflasterworkshop entspann sich am Sonnabend eine lebhafte Diskussion um die technische Ausführung. Das berichtete Saskia Hüneke, die als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft für Umweltschutz und Stadtgestaltung (Argus) teilnahm. "Wir haben immer die gebundenen Pflasterstraßen als tote Fläche kritisiert", sagte Hüneke. "Das historische Pflastermaterial ist verloren, weil es nicht wieder verwendet werden kann." Die beiden eingeladenen Gutachter bevorzugten laut Hüneke ebenfalls ungebunden gelegtes Pflaster: Es habe bei richtiger Ausführung eine höhere Lebensdauer. Bei einem idealen Abstand von vier Millimetern seien auch sehr hohe Belastungen möglich.

Hüneke fordert deswegen von der Stadt, ein Finanzierungskonzept für gepflasterte Straßen aufzustellen. "Natürlich ist Pflaster teurer als Asphalt, keine Frage" räumte sie ein. Aber: "Berücksichtigt man die Nachhaltigkeit, ergibt sich eine ganze Reihe von Möglichkeiten." Weiter setzte sich die Argus-Vertreterin dafür ein, dass eine permanent bereitstehende Pflastertruppe zur Ausbesserung von Schadstellen ins Leben gerufen wird, die als Teil der Verwaltung oder beauftragte Firma arbeiten könnte. scho